10/13 JobAct® in Düsseldorf

JobAct-Abschluss mit Perspektiven für jeden Teilnehmer

Am letzten Seminartag überraschten die TeilnehmerInnen mit einer musikalischen Einlage und brachten noch einmal zwei zentrale Songs aus ihrer erfolgreichen Aufführung „Ilias & Odyssee“ in einer Unplugged-Version zum Besten (Bild 1). Unsere Gäste, der Leiter der Beschäftigungsförderung im Jobcenter Düsseldorf, Christian Wiglow, der Geschäftsführer unseres Kooperationspartner „Jugendberufshilfe Düsseldorf“ Peter Walbröl und JBH-Abteilungsleiter Sven Winter waren beeindruckt.

Im anschließenden Gespräch (Bild 2) erzählte jeder Teilnehmer von seiner persönlichen Perspektive: Von Ausbildungen in Bereichen der Logistik bis zur hin Erzieherin, von der Entscheidung, das Abitur nachzumachen bis zur Aufnahme eines Studium war alles dabei.

Umso entspannter waren alle bei der anschließenden Zertifikatsübergabe (Bild 3) von Bewerbungsmanagerin Linda Behr, Theaterpädagoge Tim Stegeman und dem Bereichsleiter der Projektfabrik, Stefan Filipiak. Zwar gehen jetzt alle TeilnehmerInnen ihren eigenen Weg (Bild 4), dank des Nachbetreuungsprojektes JobAct HITs stehen Linda Behr und Tim Stegemann aber noch ein weiteres halbes Jahr mit Rat und Tat zur Seite.

Einmal in der Woche wird sich die Gruppe abends zum gemeinsamen Theaterspielen treffen. So ist das: Wen das Theaterfieber gepackt hat, den lässt es nicht so schnell wieder los… Wir wünschen alles Gute!

JobAct® Düsseldorf in der Presse

Hier finden Sie Presseartikel zum Projekt.

Grandiose Aufführung in Düsseldorf

Der Saal der Freizeiteinrichtung ICKLACK platzte bei der Premiere von „Ilias und Odyssee“ aus allen Nähten.

Nachdem die Teilnehmenden von JobAct® bereits in der Vergangenheit mit „Faust“ und dem „Sommernachtstraum“ keinerlei Berührungsängste gegenüber der literarischen Hochkultur zeigten, ging es in der diesjährigen JobAct®-Produktion von Homers „Ilias“ und der „Odyssee“ back to the roots abendländischer Literatur.

Während andernorts ein Kinderbuch cineastisch auf 9 Stunden gestreckt wird, hatten sich die jungen JobAct®-Akteure das ambitionierte Ziel gesetzt,  die beiden homerischen Großepen in 75 Minuten auf die Bühne zu bringen.

Kann so etwas gut gehen? Ist nicht bereits „ein normaler Theatersaal zu klein, um die ‚erste Geschichte Europas’ zu erzählen“?

Dass die Antwort auf die erste Frage „Ja“ und auf die zweite Frage „Nein“ lauten kann, bewies das Ensemble bei der Premiere am 13.03.2014 in der Freizeitstätte Icklack.

Man nehme ...

… einen Sandkasten, innerhalb dessen das Geschehen visuell verdichtet wird und der den Zuschauern quasi einen olympischen Blick auf die Geschehnisse ermöglicht ...

… zwei hochpräsente  Akteure, die wechselweise die unterschiedlichsten Rollen mit Leben füllen und als Antagonisten gerade durch eine Slow-Motion-Choreogaphie für permanente Spannung sorgen ...

… einen antiken Chor, der mit stupender Textsicherheit und Synchronizität den Zuschauer auf der Höhe der Ereignisse hält, bei Bedarf aber auch immer wieder aus seiner distanziert narrativen Rolle fällt ...

… einen virtuosen Multiinstrumentalisten, der unterstützt von einem Begleitmusiker das Tempo vorgibt und die Geschehnisse atmosphärisch dicht untermalt ...

… eine stimmgewaltige und wandlungsfähige Solistin ...

… zwei apathische Figuren, die den Zuschauer durch ihr Outfit und ihre Passivität während der ganzen Vorstellung verunsichern ...

… unerwartete Brüche, etwa der unvermittelte Einschub eines grenzwertigen Witzes, eine homerische Zigarettenpause oder die Ausgabe von Äpfeln an das Publikum ...

Und dass die homerischen Epen der Steinbruch sind, an dem sich auch heute noch alle literarischen und cineastischen Mythen bedienen, lässt sich dramaturgisch auch auf den Kopf stellen: So begegnen wir  Ken & Barbie in Titanic-Pose, einem Stoff-Zyklopen im Pacman-Format, Teiresias als Darth Vader, Odysseus und Telemach mit Lucha Libre-Masken und für das Blutbad unter den Freiern wird der Bogen durch das Laserschwert ersetzt ...

Trotz dieser postbrecht’schen Verfremdungseffekte, die zwischenzeitlich auch schon mal für homerisches Gelächter sorgten,  lief die Aufführung zu keiner Zeit Gefahr, in Comedy und Slapstick zu versanden. Intelligente Dramaturgie und permanente Präsenz von allen Akteuren sorgten dafür, dass Niveau und Spannungsbogen über die volle Spielzeit gehalten werden konnten. Prototypisch die Schlussszene, in der sich Odysseus nach 20 Jahren seiner Frau zu erkennen gibt: „Penelope“ ........... quälend lange Pause ............   Sie, ohne ihm den Blick zuzuwenden: „Odysseus“.

Standing Ovations seitens des Publikums für eine ungewöhnliche und rundum gelungene Vorstellung. Dank an Ensemble, Regisseur Tim Stegemann und die JobAct®-Akteure der Projektfabrik hinter den Kulissen.

Auch wenn die Theateraufführung kein Selbstzweck ist und für die jungen Erwachsenen mit Blick auf ihre beruflichen Perspektiven buchstäblich die Devise „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ gilt: Nach einer so überzeugenden Einzel- und Mannschaftsleistung dürften die Teilnehmenden – gecoacht durch Linda Behr von der JBH – dem Ende ihrer je persönlichen Odyssee auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt optimistisch entgegensehen.

Autor: Mike Theisen – JBH – Chance für eine Zukunft

Das Plakat zum Stück

JobAct® Düsseldorf feiert Premiere mit ILIAS & ODYSSEE

Liebe, Verrat, Rache, Krieg und göttliches Schicksal - klingt nach großem Kino. Tatsächlich bauen auf diesen Motiven die ersten Versepen der europäischen Literaturgeschichte auf, in denen Homer vom trojanischen Krieg und der Heimkehr des Odysseus erzählt.  Das um 730 v. Chr. entstandene Werk gilt als das älteste erhaltene der griechischen Literatur.

"Ilias" - der trojanische Krieg

In der "Ilias" schildert Homer den Krieg um Troja. Die Griechen besetzen die Stadt und wollen Rache für die schöne Helena. Die hatte Paris, der Sohn des trojanischen Königs Priamus, entführt und damit den Zorn des Griechenkönigs Agamemnon heraufbeschworen, der seine besten Krieger mobilisiert, um seine Gemahlin zurückzuholen. Die Götter, ganz menschlich-parteiisch, mischen sich immer wieder ein und beeinflussen das Kriegsgeschehen. Schließlich triumphieren die Griechen dank der List des Odysseus, sich mit anderen Kriegern in einem hölzernen Pferd zu verstecken, das sie den Trojanern als Geschenk zurücklassen. So gelangen sie in die Stadt und überfallen sie in der Nacht. Troja ist geschlagen und geht würdevoll unter.

"Odyssee" - die lange Heimfahrt nach Ithaka

Odysseus will nach dem Krieg nach Ithaka zurückkehren. Homer erzählt in der "Odyssee" von der zehn Jahre dauernden Heimreise des griechischen Helden. Denn Odysseus, der "Listenreiche", hat es sich nach dem Bau des trojanischen Pferdes mit dem Gott der Meere verscherzt. Poseidon, alter Pferdeliebhaber, reißt seine Flotte auseinander, lässt Stürme toben und den Griechen in fremde Länder und gefährliche Situationen geraten - bis sich schließlich die Göttin Athene einmischt und Poseidon beruhigt. Odysseus kehrt heim. Doch bevor er sich seiner Frau Penelope zu erkennen geben kann, muss er erst die 88 Freier, die sein Haus belagern, in die Unterwelt schicken.

Am 13. März geht in der Freizeiteinrichtung Icklack der Vorhang auf für das Stück "ILIAS & ODYSSEE"

Die Premiere findet am 13. März um 19.30 Uhr statt. (AUSGEBUCHT!)
Eine weitere Aufführung wird am 14. März um 19.30 Uhr gezeigt.

Ort: Freizeiteinrichtung Icklack, Höherweg 12, 40233 Düsseldorf

Eintrittskarten für die Aufführung können Sie hier reservieren.

O-TÖNE zur ersten Projektwoche

„Dank der spielerischen Übungen an den ersten Tagen, konnte sich die Gruppe schnell annähern und die erste Woche fing mit einem lockeren Einstieg an. Die Gruppe ist super und schon in kurzer Zeit als Team zusammen gewachsen. Die ersten Vorträge und kleine Theaterszenen fielen uns überraschenderweise leicht zu erarbeiten. Obwohl mir das Vortragen vor Fremden immer sehr schwer fällt, konnte ich mich durch guten Zuspruch der anderen Teilnehmer leicht überwinden. Insgesamt haben wir einen ersten Einblick in die Theaterarbeit bekommen und ich bin gespannt was weiterhin auf uns zukommt. Ich freu mich sehr und hoffe das wir am Ende ein tolles Stück vorführen können!“
(Vanessa)

„Ich fand es bis jetzt sehr angenehm, vor allem die Art wie wir hier empfangen wurden. Bis jetzt hat es sehr viel Spaß gemacht und ich bin sehr gespannt was uns in den kommenden Monaten erwartet. Ich erhoffe mir gute Zusammenarbeit und Erfolge! Vor allem ein schönes Theaterstück!“
(Angela)

„Ich fand die ersten Tage lustig und unterhaltsam...wir verstehen uns super und sind ein gutes Team.Wir haben Übungen gemacht, zum Beispiel „Hase,Hase!“ . Was erstmal komisch klingt aber sehr lustig war. Wir kamen uns am Anfang schon irgendwie blöd vor aber die Stimmung wurde sehr aufgelockert dadurch. Jeden Morgen ein Warm-Up zum wachwerden und wir haben uns schon über das Impulsthema Griechenland informiert. Die Premiere vom Sommernachtstraum vom letzten Projekt hat uns einige Einblicke verschafft wie es am Ende aussehen könnte bei uns. Natürlich wird es anders! Ich denke mit unserer Kreativität, unseren Ideen und auch Talenten werden wir was Großes daraus machen. Versprochen! Seid gespannt. Wir sehen uns im März 2014 , bei der Premiere.“
(Constantina)

„Bisher hat es mir bei JobAct sehr gut gefallen und denke dass es mir auch weiterhin großen Spass machen wird. Ich verstehe mich mit allen sehr gut und wir haben alle viel Spass. Da es bis jetzt ein ziemlich harmonisches Miteinander war, kann ich schon jetzt sagen dass wir ein sehr gutes Team abgeben.“
(Karim)

„Eine Woche kann verdammt lang sein – Doch wenn man das ,was man mag, macht, vergeht die Zeit wie im Flug! Mir war nicht bewusst, dass Menschen , die sich vorher so gut wie garnicht kannten,sich innerhalb einer Woche so gut verstehen. Ich bin sehr zuversichtlich was das Projekt betrifft,weil ich mir ziemlich sicher bin, dass wir eine wunderbare Zeit, die wir nicht vergessen werden, erleben.“
(Johanna)

Erste Bilder vom Projekt

Jobact® Erlebnisbericht

Woche 1:
Nach einer sehr interessanten Infoveranstaltung, welche leider größtenteils auf Ablehnung und Spott einer Reihe unvorbereiteter Teilnehmer stieß, entschied ich mich nun also am Projekt Jobact® teilzunhemen. Glücklicherweise stellte sich bereits am ersten Tag nach wenigen Minuten heraus, dass  im Gegensatz zur Infoveranstaltung wirklich alle Jungs und Mädels die sich dort eingefunden hatten mit einer sehr offenen, freundlichen Art und Weise aufeinander zugingen.

Im Rahmen verschiedener Kennenlern-, und Koordinations-Spiele und durch die abwechslungsreiche, spielerische Herangehensweise der Pädagogen lernten wir uns alle sehr schnell kennen und verloren gewisse Hemmungen und Ängste voreinander. Schnell bekam ich einen tieferen Einblick in das Projekt und auf das was in Zukunft  auf mich und uns zukommen wird. Schon nach wenigen Tagen merke ich wie sich die Gruppendynamik festigt und sich eine  sehr harmonische und erstaunlich motivierte Gruppe, teils in Teamarbeit; teils in  Eigenregie, kleinen Schauspielerischen Improvisationen stellt. Die Vorstellung mit unserer kleinen Gruppe ein Theaterstück zu entwickeln, zu formen, einzustudieren, an den Mann zu bringen und schlussendlich aufzuführen, löst in mir eine gewisse Aufregung, Nervosität und herausfordernde Motivation aus.

Endlich mal was wirklich interessantes, ich habe schon vieles gemacht und in fast allem  war ich gut, weshalb fast alles schnell langweilig wurde. Aber nun wird man in sehr  kaltes Wasser geworfen und ich bin wirklich sehr gespannt auf das was kommt. In erster Linie geht es mir um die Erfahrungen und Selbsterkenntnisse die ich hier sammeln kann, wenn am Ende dadurch sogar ein Ausbildungsverhältnis entsteht ist das  eine wunderbare Sache.

Mein Fazit nach der ersten Woche ist, dass wir bereits nach 7 Tagen als Gruppe sehr interessante und intensive Erfahrungen machen konnten die uns zusammenschweißten. Ich habe wirklich erstmalig die Erfahrung gemacht das in einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe niemand ausgeschlossen wird. Das Thema unseres Theaterstücks ist Griechenland. Ich freue mich auf die Arbeit in der Freizeiteinrichtung Icklack. Man darf gespannt sein.

Stephan – Teilnehmer JobAct®

Zum 7. Mal in Düsseldorf!

"JobAct®" geht zum 7. Mal in Düsseldorf an den Start! Sie suchen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz und haben Interesse an JobAct® Düsseldorf teilzunehmen? Dann zögern Sie bitte nicht, das Bewerbungsmanagement vor Ort oder die Regionalvertretung West zu kontaktieren.

Rund 20 junge Teilnehmende gehen gemeinsam einen kreativen Weg, um in Ausbildung und Beruf zu finden.
Im Ablauf der zehn Monate wird es um die Gestaltung einer gemeinsamen Theaterproduktion – von der Idee bis zu Premiere – und um die Vermittlung in praktische Einsätze gehen, damit anschließend der Weg in Ausbildung oder Beruf individuell bereitet ist. 20 junge Menschen erhalten die Chance, sich auf/ neben/ über und hinter der Bühne fit für den Ausbildungsmarkt machen und sich ihrer Stärken bewusst zu werden.

Künstlerische Interessen oder Talente setzten wir NICHT voraus, das Theater in Kombination mit dem Bewerbungsmanagement ist jedoch eine ideale Bühne, um viele Berufe (handwerklich, kaufmännisch und technisch) auszuprobieren, Interessen und Kompetenzen zu entdecken und zu fördern und die Fähigkeit zur Selbstvermarktung, z.B. im Bewerbungsgespräch zu stärken.

Schauspieler und Theaterpädagoge Tim Stegemann und Bewerbungsmanagerin Linda Behr verstehen es, die Neugier der Teilnehmenden zu wecken. Erste Übungen aus dem Schauspiel legen die Basis für ein Theaterstück und schulen ganz nebenbei Teamfähigkeit und Darstellungsvermögen.

Finanziert wird das Projekt durch das Jobcenter Düsseldorf und wird von der Projektfabrik gGmbH in Zusammenarbeit mit der JBH – Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH durchgeführt.

Bei Interesse am Projekt wenden Sie sich bitte an Ihren Fallmanager oder persönlichen Ansprechpartner beim Jobcenter Düsseldorf oder an die Regionalvertretung West der PROJEKTFABRIK.

Team vor Ort

Haben Sie einen Ausbildungs- und/oder Arbeitsplatz in Düsseldorf und Umgebung anzubieten? Dann wenden Sie sich bitte an unsere AnsprechpartnerInnen.

Theaterpädagoge: Tim Stegemann (rechts), timstegemann@yahoo.de

Bewerbungsmanagement: Linda Behr (links), l.behr@jbh.de

Bereichsleitung der Regionalvertretung West: Stefan Filipiak, Judith Freise de Matteis, rv-west [at] projektfabrik.org


Sie möchten JobAct® auch in Ihrer Stadt umsetzen? Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Hier finden Sie eine Übersicht der TeilnehmerInnen in Bildern.

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Projektträger

Träger des Projekts ist die Projektfabrik.

 

Projektfinanzierung

Das Projekt JobAct® Düsseldorf wird vom jobcenter Düsseldorf finanziert.

Kooperationspartner

Die Durchführung vor Ort findet statt in Kooperation mit der Jugendberufshilfe Düsseldorf.