Willkommen auf den Seiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Projekte JobAct und Lingua Szena!

Aktuelle Einträge:

Wie harmoniert die Gruppe?

30. Januar 2012

Die Idee, das Jugendliche und Ältere  von ihren Erfahrungen gegenseitig profitieren war am Anfang nicht ganz so leicht umzusetzen

Natürlich haben die „Generationen“ unterschiedliche Angewohnheiten und Meinungen die  offen und ehrlich zusammen verarbeitet werden, Gespräche und Diskussionen werden fair und mit Respekt miteinander geführt. Mit der Zeit haben wir uns als eine muntere Truppe zusammengerauft die bei der Theaterarbeit viel Spaß miteinander hat, das ist auch nötig, denn wenn Spannungen untereinander bleiben würden, könnten diese die Arbeit miteinander unmöglich machen. Mittlerweile haben wir unsere  Schauspielrolle, die wir uns selber ausgesucht haben erhalten und arbeiten am Textmaterial. In der  Aufgabenverteilung haben wir jeder unsere Talente erkannt und werden sie in das Stück verarbeiten. Wir haben gelernt das Menschen jeden Alters gut miteinander auskommen und damit schöpferisch Positives  gestalten.

Wie gestaltet sich unsere momentane Arbeit?

23. Januar 2012

Da wir uns nun endlich für ein Theaterstück entschieden haben, können die Proben auch anfangen. Unser Stück wird auf dem Theaterstück „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller basieren. Das Stück bietet eine Vielfalt von Möglichkeiten für uns. Es geht um Lebenslügen, den geplatzten „American dream“ und Generations- Konflikte. Da wir uns vergangene Woche die Verfilmung des Stücks von 1985 mit Dustin Hoffman angesehen haben, fällt es uns schon etwas leichter, das Stück an uns anzupassen. Die Arbeit gestaltet sich momentan sehr gut, jedoch müssen wir das Stück noch umschreiben, kürzen, aktualisieren und die Rollen endgültig verteilen.

Aktuell proben wir erst einmal kleinere Szenen in kleinen Gruppen von etwa zwei bis drei Personen. Die Szenen werden auch von den einzelnen Gruppen schon sehr gut und überzeugend dargestellt. Durch das Vorführen der einzelnen Szenen vor unserer Gruppe, können wir auch feststellen wer sich potenziell für welche Rolle eignet. Wir haben schon einige Vorstellungen, wer welche Rolle übernehmen soll, jedoch ist noch nicht klar, ob die jeweiligen Personen überhaupt die Rollen übernehmen wollen. Das wird sich aber in der kommenden Woche entscheiden.

Aufgaben Verteilung:

16. Januar 2012

Gibt es bei euch eine feste Aufgaben Verteilung?

Nun dazu muss ich ganz klar Jein sagen.
Wir haben zwar feste Gruppen die sich zum Beispiel mit unserer Pressearbeit beschäftigen oder eine andere Gruppe die sich mit der Blogarbeit und Wartung beschäftigt, aber wir helfen und unterstützen uns gegenseitig, damit wir das bestmögliche Ergebnis erreichen und euch wöchentlich Beiträge schreiben können.

Wie gestaltet sich die Arbeit in den Gruppen?

Wir haben in jeder Gruppe einen Gruppenleiter und seinen Stellvertreter. Der Gruppenleiter hat die Aufgabe dafür zu sorgen das die geplanten Aufgaben auch durchgeführt werden, wie zum Beispiel bei der Blogarbeit, das wöchentlich ein Beitrag geschrieben wird damit ihr auch immer aktuelles über uns erfahrt.

Sind eure Aufgaben unterschiedlich in Bezug auf eure Standorte verteilt?

Naja, während wir im JAZ schon in einer Form eher feste Aufgaben haben, so sind die Aufgaben im ]pg[ (Paul-Gerhardt-Haus) eher zufällig verteilt. Im JAZ arbeiten wir hauptsächlich an unseren Bewerbungs- unterlagen und an den oben beschriebenen Aufgaben, während sich die Aufgaben im ]pg[ eher auf Kaffe kochen oder putzen beschränken. Es sind zwar unsere Aufgaben im Theaterbereich nicht zu vergessen jedoch gibt es da ebenfalls noch keine festen Aufgaben, da die Arbeit an unserem Stück gerade erst anfängt. Wir haben zwar endlich ein Theaterstück gefunden auf dem unser Stück basieren wird, dennoch liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir müssen das Stück noch an uns anpassen das bedeutet es umzuschreiben und zu kürzen. Dann müssen wir noch entscheiden wie das Bühnenbild aussehen wird und nachher natürlich noch unsere Texte auswendig lernen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Teilnehmer

„Was lernen wir?“

9. Januar 2012

Matthes, unser Regisseur, beginnt die eigentliche Theaterarbeit immer mit Aufwärmübungen – recken, beugen, strecken, tiefes ein- und ausatmen – grundlegende Dinge, die man im Alltag gewöhnlich vernachlässigt.
Da fängt das Lernen schon an. Wir spüren unsere Körper, werden warm und wach. Es gibt Übungen zum richtigen Sprechen, zur genauen Wahrnehmung. Erst mal alle gähnen stöhnen, brummen. Wir formen die Umlaute ganz bewusst und übertrieben mit dem Mund. Von Außen sieht es wahrscheinlich aus wie affektiertes Grimassieren.
Aaaa, Eeee, Iiii, Oooo, Uuuu – jeder Laut hat seinen eigenen Charakter, erzeugt einen eigenen Klang und Gesichtsausdruck.
Wir gehen kreuz und quer durch den Raum. Auf ein Signal hin bleiben alle stehen und schließen die Augen. Jetzt erfolgen Fragen: Wie viele TN tragen eine Brille, welche TN trägt eine orangefarbene Bluse, welche Augenfarbe hat TN X? Genaues hinsehen, wahrnehmen, erinnern – darum geht es.
Später müssen auch die Stillen, Schüchternen mit einem kühnen Satz auf ein Podest springen und mit lauter, klarer Stimme ihren zuvor gelernten Satz sprechen. Nicht so einfach, wenn viele Augenpaare sich auf einen richten.
Mut, Selbstbewusstsein, große Ziele und große Worte. Aber mit kleinen Schritten fängt es an. Nur wenn jeder sich auf diese Übungen einlässt, auch wenn sie ihm manchmal albern und unsinnig vorkommen, kommen wir voran.
Ich selbst muss etwas ganz Wichtiges lernen: Geduld. Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit und Desinteresse können sehr nervend sein. Ruhig bleiben und trotzdem einfach weitermachen – das muss ich lernen. Ärger ist unproduktiv und ich bin zu alt, um mich über Dinge aufzuregen, die ich nicht ändern kann.
Das Lernen geht immer weiter. Noch stecken wir in den allerersten Anfängen. Wir wissen nicht einmal, welches Theaterstück später auf die Bühne soll – trotzdem glaube ich, wir alle, die Jungen und die Alten haben schon einiges gelernt.

Der erste Einblick in unsere Theaterarbeit

19. Dezember 2011

Nun um euch einen Einblick in unsere Theaterarbeit zu geben, erkläre ich euch am besten was wir in der letzten Zeit gemacht haben. In den letzten Wochen haben wir uns mit Biografiearbeit beschäftigt, das heißt wir haben uns einen fiktiven Charakter ausgedacht der am besten so wenig wie möglich mit uns zu tun hat, damit wir herausfinden konnten welche Charaktereigenschaften wir gut und welche nicht so gut spielen können. Der nächste Schritt war dann, das wir uns in unserer Rolle hinein versetzen mussten und diese Figur der Gruppe  vorgestellt haben. Um den Rolle noch lebensechter zu gestalten, sind wir dann einen Tag lang nach draußen zum Hauptbahnhof gegangen um Personen zu beobachten und von diesen die Gangart oder die Mimik oder Gestik abzugucken. Nachdem wir dies alles gemacht hatten, besaß jeder von uns schon eine ziemlich genaue Vorstellung von dem jeweiligen Charakter. Nun mussten wir nur noch unsere Ideen umsetzen, natürlich mit tatkräftiger Hilfe von unserem Theaterpädagoge Mathes Dues. Passend zum Abschluss der Biografiearbeit kam eine Fotografin in das Projekt um von uns Bewerbungsfotos zu machen. Diese Gelegenheit haben wir dann gleich auch noch genutzt um Fotos von uns in unseren jeweiligen Rollen zu machen (Natürlich Kostümiert :-) ).

So ich hoffe, dass ich euch nun einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben konnte und zum Abschluss bleibt mir nur noch eines zu sagen:

Frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Wo findet das Projekt statt?

12. Dezember 2011

Das Projekt läuft 5 Tage die Woche. Montags findet im JAZ Münster Bewerbungstraining statt. Das Jugendausbildungszentrum JAZ ist eine gemeinnützige GmbH, die sich seit 1982 für Menschen, die Probleme haben eine Arbeit zu finden, einsetzt.

Im JAZ bringen wir unsere Bewerbungsunterlagen auf den neusten Stand und lernen z.B. wichtige Telefonate zu führen oder den ersten Kontakt mit dem Chef herzustellen.

 

An den restlichen 4 Tagen sind wir im Paul-Gerhardt-Haus.

Das ]pg[ ist mit ca. 500 m² das größte innerstädtische Jugendzentrum in Münster.

 

Dort treffen wir uns zunächst unten im kleinen Cafe wo wir die Tagesplanung besprechen.  Nach dem kleinen Plausch morgens gehen wir dann in die erste Etage des ]pg[. Dort gibt es mehrere Räume die wir für unsere Theater Tätigkeiten nutzen dürfen, jedoch sind wir hauptsächlich in einem mit Teppich ausgelegtem Raum. Dort lernen wir die Grundlagen des Theaterspielens, die wir auch im Berufsleben verwenden können. Wie z.B. eine bewusste Körperhaltung und ein sichereres Auftreten.