Lingua Szena – Das Konzept
Menschen mit Migrationshintergrund sind überdurchschnittlich
von Arbeitslosigkeit betroffen.
Haben schon deutsche Muttersprachler mit Standard-Bewerbungen im heutigen Bewerbungsverfahren kaum eine Chance, so müssen Migranten doppelt überzeugen, um den Fuß in die Tür zu bekommen: Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz sind bei allen Menschen Grundvoraussetzungen für den erfolgreichen Start in das Berufsleben; das souveräne Beherrschen der deutschen Sprache auch im beruflichen Kontext kommt bei Migranten hinzu.
Wie?
Lingua Szena verbindet theaterpädagogische Methoden und Biografiearbeit mit kreativen und klassischen Verfahren des Bewerbungsmanagements.
Ein besonderer Schwerpunkt dabei liegt in der berufsbezogenen Sprachschulung. Betriebspraktika und ein Coaching runden die Vorgehensweise innerhalb des Projektes ab.
Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen:
In der ersten Phase (i. d. R. 6 Monate) erarbeiten die TeilnehmerInnen ein Theaterstück von der Idee bis zur Premiere. Dabei werden sie durch einen Theaterpädagogen und durch ergänzende Fachkräfte unterstützt (wie z.B. Körperarbeit, Sprachentwicklung, Bühnenbau, Masken- und Kostümbildnerei, Ton- und Lichttechnik).
Parallel dazu findet ein intensives berufsbezogenes Sprachtraining sowie Bewerbungsmanagement statt, das durch die theaterpädagogische Arbeit und die damit verbundene individuelle Stärken-/Schwächenanalyse unterstützt wird. Zugleich werden Praktikumsunternehmen für die zweite Projektphase akquiriert. Erste Kontakte zwischen TeilnehmerInnen und Unternehmen werden geknüpft. Die Theaterpremiere schließt die erste Phase des Projektes ab.
Die zweite Phase (i. d. R. 5 Monate) des Projekts besteht aus einem intensiven betrieblichen Praktikum, das die TeilnehmerInnen von Lingua Szena in einem der zuvor gewonnenen Unternehmen absolvieren. Dabei werden sie kontinuierlich durch die betreuenden Sozialpädagogen unterstützt und gecoacht.
Die regelmäßige Reflektion der Praktikumssituation (auch mit theaterpädagogischen Mitteln) trägt dazu bei, Konflikte innerhalb des Betriebes im Ansatz zu meistern, um so eine stabile Ausgangslage für die Übernahme in Ausbildung/Arbeit zu schaffen.
Ansprechpartner:
Hajo Tippmann für Projektleitung Bochum
tippmann [at] projektfabrik.org
Birgit Korte für Projektleitung Castrop-Rauxel
korte [at] projektfabrik.org



























