Erstes Knigge-Seminar in Erbach
Am 27.03.2012 fand im Rahmen der neuen Kooperation zwischen der Projektfabrik und der Knigge - Gesellschaft für Moderne Umgangsformen das erste Knigge-Seminar in einem JobAct®-Projekt statt.
Die Benimm-Expertin Petra Schreiber zeigte, wie man sich kultiviert und formvollendet präsentiert. Los ging es mit der richtigen Art und Weise sich zu begrüßen und vorzustellen, dann ging es zum Thema „Small talk“: Wie kommt man ins Gespräch? Was kann Thema sein und was sollte man tunlichst vermeiden?
Weiter ging es mit dem Thema Vorstellungsgespräch. Die Teilnehmenden waren dazu angehalten, sich für diesen Seminartag in Schale zu werfen und sich mit ihrem potentiellen Bewerbungs-Outfit den kritischen Blicken der Expertin zu stellen. Frau Schreiber gab hier wertvolle Tipps.
Sie wies auch nochmals deutlich auf ein absolutes „No-go“ hin: das eingeschaltete Handy bei wichtigen Gesprächen oder Meetings. Wenn das Handy beispielsweise mitten im Vorstellungsgespräch klingelt, dann nützt alles Wegdrücken und Entschuldigen nichts mehr: Der gute erste Eindruck ist mit einem Mal dahin.
In ihrem Erlebnisworkshop "Knigge bei Tisch" erfuhren die Teilnehmenden dann u.a., dass das korrekte Verhalten bei Tisch schon mit dem richtigen Umgang mit der Serviette beginnt und man sich bereits beim Umgang mit dem gereichten Brot als Könner zuerkennen und positiv hervorheben kann.
Gutes Benehmen bei Tisch ist aber nicht nur im Restaurant wichtig, sondern zum Beispiel auch bei Betriebsfeiern in Unternehmen. Die Chefetage beobachtet, wenn sie mit der Belegschaft am Tisch sitzt, selbst bei solchen Gelegenheiten sehr genau, auch wenn das nicht so wahrgenommen werde. Das bringt einen Sympathiebonus - oder eben auch nicht. Das erste Knigge-Seminar in Erbach fand auf beiden Seiten großen Zuspruch und – so denn alles klappt – wird es eine Fortsetzung dieses Tages geben, um einzelne Themenkomplexe zu vertiefen.
Theaterprojekt „TEMPO LIEBES LEBEN“ feiert Premiere vor vollem Haus
Standing Ovations für die Teilnehmer von JobAct® to Connect - einem Kooperationsprojekt des Kommunalen Job-Centers, der Projektfabrik gGmbH und der Jugendwerkstätten Odenwald e.V. von Annette Heinze
Am 14. März 2012 um 19.30 Uhr war es soweit: Der Saal des Bürgerhauses Höchst hat sich mit 165 Gästen gut gefüllt. Im Lichtkegel vor dem noch geschlossenen Bühnenvorhang begrüßen Birgit Axler, Leiterin des Projektes JobAct®; Oliver Grobeis, Erster Kreisbeigeordneter und Vertreter des Landrats, sowie Horst Bitsch, Bürgermeister der Gemeinde Höchst, das bereits gespannte Publikum. 22 arbeits- und ausbildungssuchende Menschen unter 25 und über 50 Jahren haben in intensiver, gemeinsamer Projektarbeit das Theaterstück „TEMPO LIEBES LEBEN“ erarbeitet und geprobt. Heute ist Premiere. „Nicht jeder hat im Leben nur Glück-“ betonte Horst Bitsch in seiner Rede. Umso beachtenswerter die Entwicklung und Leistung dieses Ensembles. Sie sind Teilnehmer von JobAct® to Connect, einem Kooperationsprojekt des Kommunalen Job-Centers, der Projektfabrik gGmbH und den Jugendwerkstätten Odenwald e.V., wie bereits in der vergangenen Pressekonferenz am 6. März berichtet.
Bilder: ©Odenwaldkreis.
Die anfänglich selbst eher ungläubigen Darsteller sind in das Projekt hinein und aus sich selbst herausgewachsen. Der Vorhang öffnet sich. Erstaunte Blicke richten sich auf graue, regungslose Skulpturen. Noch schwarz gekleidet befreien sich die Darsteller aus ihren Kokons, den kunstvoll gewickelten Hüllen aus breiten Papierbahnen, und erwecken langsam das Bild zum Leben. Die zurückgebliebenen Papierberge müssen sie später überwinden. Unterschiedliche Temperamente werden schnell deutlich. Sind die einen eben noch wild fluchend über das Hindernis hinweggetrampelt, so sitzen jetzt drei andere lustlos und unmotiviert davor, während die nächsten mitten hindurch tanzen und die Papierstücke dabei fröhlich in die Lüfte werfen.
„Das Haus der Temperamente“ von Johann Nestroy war - neben Texten von Heinz Erhardt und kreativen Ideen des Ensembles selbst - Inspiration für das Stück. Durch theaterpädagogische Übungen, wie Raumläufe in unterschiedlichen Tempi und Improvisationen, wurden die Projektteilnehmer an die vier Temperamente herangeführt; entwickelten ein Gefühl für die Welt des Cholerikers, des Melancholikers, des Sanguinikers und des Phlegmatikers. Jeder fand seine Rolle und ein Stück des eigenen Wesens in den Familien von Braus, Trüb, Froh und Fad. Nicht nur rote, blaue, gelbe und grüne Kleidungsstücke ließen diese Temperamente erkennen. Authentisch und überzeugend schallen die zornigen Ausbrüche des cholerischen Vaters durch den Saal oder klingen die langgezogenen Rufe von Mutter Fad nach ihrer phlegmatischen Tochter. Die Töchter sind versprochen an entfernte Jugendfreunde der Eltern oder deren Söhne aus Häusern gleicher Gemüter.
Doch die jungen Frauen fühlen sich mehr von den Gegensätze angezogen: Die ewig Betrübte möchte vom Frohen getröstet sein, die aggressive Rote will ihr erhitztes Gemüt zur Ruhe kommen lassen und die immer Glückliche will die trüben Gedanken ihres Geliebten hinwegwischen. Im plakativen Schattenspiel treffen sich die Paare hinter einer breiten Leinwand. Ihre von den Eltern nicht geduldeten Gefühle zueinander zeigen sich in Ausdruckstanz und Pose. Schwächen, Tragik und Komik der individuellen Temperamente prallen in den Szenen immer wieder aufeinander und führen am Ende doch zum Happyend. Der Saal applaudiert. Standing Ovations für die Schauspieler.
Beifall auch für Lene Keckeisen, Theaterpädagogin und Regisseurin, und für Helena Belkher, Co-Regie. Sie haben die Gruppe in allen Phasen der Entstehung des Theaterstückes professionell unterstützt und die jeweiligen Kompetenzen gefördert und zielgerichtet eingesetzt. Mit einfachsten Mitteln und in Eigenarbeit haben die Teilnehmer eindrucksvolle Bühnenbilder geschaffen und überzeugende Schauspielkunst geleistet. Erleichtert, zufrieden, glücklich, müde und verausgabt zeigen sie sich beim feierlichen Abschluss nach der Vorstellung. Doch jeder hat Selbstbestätigung erfahren: durch die starke Gemeinschaft im Team und die erfolgreiche Theaterinszenierung. Die Motivation ist hoch.
Das Projekt wechselt auch direkt im Anschluss in die zweite Etappe. Die Theaterarbeit war von Anfang an von intensivem Bewerbungstraining und individuellem Coaching durch Christina Göhre, Bewerbungsmanagerin der Jugendwerkstätten Odenwald e.V., begleitet. Nun gehen die meisten Teilnehmer in Ihre Praktika. Aber noch haben nicht alle einen Platz. Interessierte Unternehmen, die freie Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze anzubieten haben, können sich gerne mit Christina Göhre in Verbindung setzen.
Christina Göhre, Bewerbungsmanagement für JobAct® to Connect Odenwaldkreis, Tel. 06062-266314, c.goehre [at] jwo-ev.de
JobAct® to connect Odenwaldkreis feierte Premiere mit “Tempo Liebes Leben”
Nach sechs Monaten harter Arbeit ist es nun soweit: Die Teilnehmenden von JobAct® to connect Odenwaldkreis präsentieren ihr selbst erdachtes und selbst inszeniertes Theaterstück „Tempo Liebes Leben“ und werden am Mittwoch, den 14. März 2012 Premiere feiern.
Ihr Ziel, eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu finden, verlieren sie dabei nicht aus dem Blick, denn über 20 Berufe kommen in einer Theaterproduktion zum Einsatz, so dass bereits in dieser ersten Projektphase viele Bereiche eines möglichen Berufes ausprobiert werden konnten.
Gemeinsam mit dem Theaterpädagoginnen Lene Keckeisen und Helena Belkher erarbeitete die 22köpfige Gruppe im Alter zwischen 18 und 56 Jahren eine beeindruckende Produktion. Das Thema haben sie selbst entwickelt.
Über das Stück: Vier Familien, vier Töchter, die Eltern – und vier junge Männer, die alles andere als die Wunschkandidaten sind. Der eine flippt aus, der andere ist depressiv, einer macht gar nichts und wenigstens einer ist glücklich. Wie passen die Töchter dazu und wie reagieren die Eltern darauf? Die Familien von Braus, von Froh, von Fad und von Trüb sind im Strudel von Liebe und Geschwindigkeit und jede versucht, das vermeintlich Richtige zu tun…
Mit Texten aus dem Stück das "Haus der Temperamente" von Johann Nestroy, des Ensembles und Heinz Erhardt.
Die Premiere von JobAct® to connect Odenwaldkreis fand am Mittwoch, 14. März 2012 um 19.30 Uhr im Saal des Bürgerhauses Höchst i. Odw., Montmelianer Platz 4 in Höchst i. Odw. statt.
Weitere Aufführung: Donnerstag, 15. März 2012 um 19.30 Uhr, im Saal des Bürgerhauses Höchst i. Odw., Montmelianer Platz 4 in Höchst i. Odw.
Hier können Sie den Flyer zum Stück herunterladen.
JobAct® to connect Odenwaldkreis im Radio
Radiobeitrag: hr2 – Durch Theater in Ausbildung und Arbeit (mp3 - 6 MB)
Radiobeitrag: hr4 – Man muss an den Fähigkeiten ansetzen und nicht an den Defiziten (mp3 - 2 MB)
Die zweite Pressekonferenz
Dienstag, 06.03.2012. Höhepunkt der ersten Projektphase JobAct® to connect Odenwaldkreis ist fast erreicht (von Annette Heinze, Odenwaldkreis)
Am Anfang stand ein großes Fragezeichen auf so mancher Stirn: „Theater spielen um Arbeit zu finden – Was bringt das? Die rund 22 Teilnehmer des integrativen Theaterprojektes JobAct® to connect Odenwaldkreis haben ihre Antwort bereits gefunden. Seit September 2011 arbeiten die ausbildung- und arbeitsuchenden jungen Erwachsenen unter 25 und Erwachsene über 50 im gemeinsamen Projekt des Kommunalen Job-Centers, der Jugendwerkstätten Odenwald e.V. und der Projektfabrik gemeinnützige GmbH zusammen. Ziel ist es, über die Verbindung von Theaterpädagogik, intensivem Bewerbungsmanagement und individuellem Coaching sowie Biografiearbeit, die Teilnehmer wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Finanziert wird das Projekt aus dem Eingliederungsbudget des Kommunalen Job-Centers und zusätzlichen Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des dem Odenwaldkreis zur Verfügung gestellten Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudgets.

Für den 6. März 2012 hatte Birgit Axler, Leiterin des Projektes JobAct®, zur zweiten Pressekonferenz und einer Preview des von den Teilnehmern eigenständig geschriebenen Theaterstückes in das Landratsamt eingeladen. Oliver Grobeis, Erster Kreisbeigeordneter und Vertreter des Landrats zeigte sich in seiner Begrüßungsrede erfreut über die Aktivitäten des Ziel führenden Projektes, welches bereits in anderen Städten erfolgreich realisiert wurde. Auch Sandra Schnellbacher, Abteilungsleiterin des Kommunalen Job-Centers, Vermittlungscoaches aus den Bereichen U25 und 50plus, sowie weitere Gäste waren gekommen, um sich ein Bild des aktuellen Projektstatus zu machen. In einer offenen Gesprächsrunde haben sie sich von den bisher positiven Ergebnissen der Projektarbeit überzeugt.
„Theater und Arbeit – der tiefere Sinn wurde erst durch das darauf einlassen klar“, so reflektiert ein älterer Teilnehmer. „Früher hatte ich Angst vor fremden Menschen und neuen Situationen. Mein Auftreten hat sich geändert, mein Gang ist gerade geworden“ erzählt ein 18 Jahre junger Mann. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl haben sie wieder gewonnen – da sind die Teilnehmer sich einig. Aus der gewachsenen Gemeinschaft heraus hat sich echte Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit entwickelt; und mehr Verantwortungsgefühl für das eigene Handeln und die anderen Mitglieder. In der Gruppe treffen zwei markante Generationen zusammen, 18 Jahre ist der jüngste, 57 Jahre der älteste Teilnehmer. Beide Altersgruppen lernen voneinander, ihre Potenziale werden synergetisch genutzt.
Eine Theateraufführung entsteht aus unterschiedlichen Komponenten: Entwicklung der Idee, gestalten der Inszenierung, bauen vom Bühnenbild, Schreinerarbeiten, Auswahl und Beschaffung von Requisiten und Kostümen, Maske …Über diese Aufgaben haben die Teilnehmer ihre Stärken wieder entdeckt und mögliche Berufe ausprobiert. Nach den Aufführungen geht es direkt in die zweite Phase des Projektes: Praxiseinsätze in Betrieben. Mit der professionellen Unterstützung von Christina Göhre, Bewerbungsmanagerin der Jugendwerkstätten Odenwald e.V. wurden bereits Praktikumsplätze akquiriert. Klassisches und kreatives Bewerbungsmanagement begleitet die Teilnehmer über die gesamte Dauer von elf Monaten auf dem Weg ihre individuellen beruflichen Perspektiven zu sichern.
Bilder: ©Odenwaldkreis.
„Letzte Schraubarbeiten stehen noch an“ erinnert Lene Keckeisen, Theaterpädagogin. Sie hat die Regie. Gemeinsam mit Helena Belkher, Co-Regie, leitet sie die Inszenierung des Theaterstückes und unterstützt die Teilnehmer bei der Organisation und Koordinierung des komplexen Apparates einer Theateraufführung. Auch das Plakat ist das Werk der Gruppe. Unter einem Himmel aus bunten Herzen ist zu lesen: „TEMPO LIEBES LEBEN“. Familie von Braus, von Froh, von Fad und von Trüb sind die Darsteller. Mit Texten aus dem Stück „Haus der Temperamente“ von Johann Nestroy, von Heinz Erhardt und natürlich vom Ensemble selbst. Die Premiere wird gefeiert am Mittwoch, 14. März 2012 um 19.30 Uhr, die Aufführung ist am Donnerstag, 15. März 2012 um 19.30 Uhr im Saal des Bürgerhauses Höchst im Odenwald. Einlass ist jeweils 19.00 Uhr – Der Eintritt ist FREI! Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
JobAct® to connect Odenwaldkreis in der Presse
Hier finden Sie Presseartikel zum Projekt.
Radiobeiträge:
• Radiobeitrag hr4: (Theater-)spielend zum neuen Job (mp3 - 4,5 MB)
Bilder vom Projekt
Die erste Pressekonferenz
Mittwoch, 30.11.2011. Ein aufregender Tag für die Teilnehmenden von JobAct® to connect Odenwaldkreis. Erstmalig stellten sie sich im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor und zeigten eine beeindruckende Werkschau.
Bilder: ©Odenwaldkreis.
Aus der Theater-Rolle auf die Bühne der Berufswelt
Mit einem starken Auftakt-Auftritt vermittelten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes JobAct® to connect am 30. November 2011 im Landratsamt in Erbach einen Eindruck von ihrer Arbeit an einer Produktion, die im März 2012 Premiere feiern soll.

Bild: ©Odenwaldkreis.
Von der Idee über das Bühnenbild, die Kostüme, Requisite und Maske - alles haben sie selbst erdacht und mit fachlicher Unterstützung umgesetzt. Dieses intergenerative Projekt startete im September diesen Jahres erstmals im Odenwaldkreis. Junge Erwachsene unter 25 und Ältere über 50 setzen sich gemeinsam das Ziel, eine individuelle berufliche Perspektive (wieder) zu finden. Dabei werden die Potenziale beider Altersgruppen synergetisch genutzt: Sie lernen voneinander. Unterstützt wird das konstruktive Zusammenspiel duch die der Arbeit der Theaterpädagoginnen Lene Keckeisen und Helena Belkher, die durch kreative Ansätze und Methoden das Reflektieren des eigenen (Berufs-)Profils der Teilnehmenden initiieren und begleiten.
Diese Form der Persönlichkeitsstärkung wird flankiert durch das professionelle Bewerbungsmanagement der Diplom-Sozialpädagogin Christina Göhre (Jugendwerkstätten Odenwald e.V.). Hier geht es insbesondere um Biografiearbeit und die Neu- oder Wieder-Entdeckung persönlicher Stärken und Kompetenzen. Für die auf diese Weise betreuten und geförderten Personen erwachsen daraus neue Chancen für den nachhaltigen Einstieg in den passenden Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Das auf elf Monate angelegte Projekt gliedert sich in zwei Phasen. In der ersten entwickelt die Gruppe mit theaterpädagogischen Methoden ein eigenes Bühnenstück von der Idee bis zur Premiere. Parallel dazu erfolgen individuelles und berufliches Coaching, werden Einsatzmöglichkeiten in Betrieben akquiriert. In der zweiten Projektphase des Projektes haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre zum Teil neu erkannten und entwickelten Fähigkeiten in der betrieblichen Praxis nachzuweisen.
Zur Vorstellung von JobAct® to connect im Odenwaldkreis begrüßte Projektleiterin Birgit Axler die Aktiven und die in der Begleitung der bereits aufgenommenen Arbeit engagierten Fachleute und Verantwortlichen. Kreisbeigeordneter Michael Vetter, Beauftragter für Arbeit und Soziale Sicherung, erläuterte in einem Grußwort die Haltung des Odenwaldkreises als so genannte Optionskommune zu dem Projekt. Der Kreis wolle Menschen für den ersten Arbeitsmarkt qualifizieren und stehe dabei neuen Wegen aufgeschlossen gegenüber: „Die Qualifizierung ist das Entscheidende, und unser Kommunales Job-Center will dabei helfen.“
Eine Vorstellungs- sowie eine Gesprächsrunde förderten seitens der Theatergruppe Einsichten, Erkenntnisse und gerade spürbaren Ehrgeiz zutage, die Hoffnungen auf einen Erfolg des Projektes nähren. So bekundeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer recht freimütig, bei sich vorher kaum gekannte Potenziale entdeckt zu haben, mit Kritik als förderndem Element umzugehen und zugleich Freude darüber zu empfingen, moralische und seelische Unterstützung zu erfahren. Das Voneinander-Lernen rufe zudem ein beachtliches „Wir-Gefühl“ hervor. Das daraus gewonnene Selbstbewusstsein sei bedeutsam für Bewerbungsgespräche. „Ich stelle mir dann vor, das ist so, wie wenn ich auf die Bühne gehe“, merkte einer der Akteure an.
Verfasser: Wolfgang Bastian, Pressestelle, Kreisausschuss Odenwaldkreis.
Bilder vom Projekt
Besuch der theaterpädagogischen Supervisorin
Am 16.11.2011 besuchte Beata Nágy, theaterpädagogische Supervisorin der Projektfabrik, JobAct® to connect Odenwaldkreis, um sich ein Bild der Arbeit vor Ort zu machen. Sowohl das Team als auch die TeilnehmerInnen nahmen ihre fachkundigen Anregungen dankbar entgegen. Gemeinsam erarbeiteten sie erste Szenen und Sequenzen zum Thema „Ich – Du – Wir“.
Es geht zur Sache
Im Projekt JobAct® to connect Odenwaldkreis, dass sich nun im zweiten Monat befindet, ist unsere erlesene Schar der „Auserwählten“ nun mehr akribisch dabei ein Theaterstück zu erarbeiten. Die Theaterpädagogin Lene Keckeisen sensibilisiert uns anhand biografischen Erarbeitens zur Stückfindung.
Die Szenen werden mit Begeisterung und individueller Umsetzung der einzelnen Protagonisten mit erstaunlichen Ergebnissen im Proberaum des Ballhauses Michelstadt in Szene gesetzt. Wir sind selbst mitunter sichtlich überrascht, mit welchen Resultaten hier bereits aufgewartet wurde. Auch mit Requisiten wie z.B. Hüten, Schirmen, Stöcken, Taschen und Bildern wurden tolle Szenen mit Handlungsbögen erarbeitet und vorgeführt.
Einmal mehr verstand es Lene Keckeisen sowohl die Solisten, als auch in der Gruppe Jung und Alt zu nicht erhofften Highlights zu aktivieren. Jeder war motiviert und mit Engagement bei der Sache. Somit war und ist die einhellige Meinung, dass das Projekt durchaus realisierbar und bestimmt ein Erfolg werden wird. Ungeachtet ob „Weiblein“ oder „Männlein“ – da steckt doch bei einigen ganz schön schauspielerisches Potenzial drin.
Doch auch die „Schattenseite“ dieses umtriebigen Tuns darf nicht unerwähnt bleiben. Es kommt schon Mal zwischen Jung und Alt zu Unklarheiten und verbalen Attacken. Hier verstehen es Lene Keckeisen und die Diplom Sozialpädagogin Christina Göhre jedoch schnell, entstehende Konflikte mediativ zu entschärfen und uns als Gruppe wieder zu festigen.
Auch haben wir selbst erkannt, dass Konfliktfähigkeit nicht nur eine Floskel ist. Im Rahmen der Bewerbungsarbeit, die toll und unterhaltsam durch Christina Göhre vermittelt und geführt wird, können wir alle unsere Unterlagen aufbereiten und erarbeiten Grundlegendes für die möglichst schnelle Vermittlung in einen Ausbildungsberuf bzw. in den 1. Arbeitsmarkt. Es konnten bereits Praktika und für drei Personen Arbeitsplätze gefunden werden.
Wir sind nach wie vor mit Eifer und Interesse bei der Sache und harren der Dinge, die da noch auf uns und „but least not least“ auf Sie, werte Leser dieser geistigen Ergüsse, zukommen werden.
Packen wir es an – Yes, we do!
Verfasser: die Teilnehmer von JobAct® to connect Odenwaldkreis
Mit Begeisterung bei der Sache
Mit JobAct® to connect Odenwaldkreis startete das Kommunale Jobcenter Odenwaldkreis am 12.09.2011 ein Projekt, um junge Menschen bis 25 Jahre in Ausbildung zu vermitteln und um Personen, die dem Programm Perspektive 50 plus angegliedert sind, eine Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Für alle Beteiligten war es ein Start ins Ungewisse. Viele Fragen - so z. B.: „Was kommt auf mich zu? Was bringt es mir? Ist es überhaupt etwas für mich?“ stellten sich die Teilnehmer/-innen.
Doch schon ab dem ersten Tag konnten die Theaterpädagogin Lene Keckeisen von der Projektfabrik und die Diplom-Sozialpädagogin Christina Göhre alle Bedenken „ad absurdum“ führen. Die bunt gewürfelten „Auserwählten“ entwickelten schnell eine Eigendynamik, in dem sie sich Regeln erarbeiteten und spontan und motiviert bei der Sache waren. Jung und Alt wurden zu einem Team.
Frau Christina Göhre, die seitens der Jugendwerkstätten Odenwald e. V. als Bewerbungsmanagerin für die begleitenden Bewerbungen des/der Einzelnen, für die Phase der Praktika und „last but not least“ für den allgemeinen administrativen Part des Projekts zuständig ist, sorgt mit ihrer Kompetenz und feinfühligen Art für einen reibungslosen Ablauf.
Die Teilnehmer/-innen sind mit Eifer, Spaß und mit dem nötigen Respekt vor dem Kommenden voll bei der Sache.
Die Übungsteile- und Abschnitte sowie alles „rund um ein Theaterstück“, vermittelt durch Lene Keckeisen, wurden konzentriert angenommen. Kleine improvisierte Szenen haben Power und schauspielerisches Können bewiesen, aber es steht uns auch noch viel Arbeit bevor.
Jeder der Teilnehmer/-innen freut sich auf die kommenden Aufgaben und fiebert dem noch zu entwickelnden Theaterstück entgegen, das sicher superklasse wird.
Verfasser: die Teilnehmer von JobAct® to connect Odenwaldkreis
JobAct to connect startet im Odenwaldkreis
Auf Initiative des Kommunales Job-Center des Odenwaldkreises wird am 12.09.2011 das Projekt JobAct to connect im Odenwaldkreis an den Start gehen.
Das Projekt arbeitet von Beginn an generationsübergreifend mit TeilnehmerInnen über 50 und TeilnehmerInnen unter 25 Jahren. Gemeinsam erarbeiten die TeilnehmerInnen eine eigene Produktion auf dem Weg in ihre individuelle berufliche Perspektive.
Bei Interesse am Projekt wenden Sie sich bitte an Ihren Fallmanager oder an die Projektleitung Birgit Axler (Tel.: 02302 2035230, axler [at] projektfabrik.org)
Das Team vor Ort
Theaterpädagogin: Lene Keckeisen (rechts) lenekeck [at] gmx.de
Bewerbungs- management: Christina Göhre (links) Tel.: 06062-266314, c.goehre [at] jwo-ev.de
Projektleitung: Birgit Axler (mitte), Tel.: 02302 914550, axler [at] projektfabrik.org
Sie möchten JobAct® to connect auch in Ihrer Stadt umsetzen? Bitte zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Hier finden Sie eine Liste der TeilnehmerInnen
... mit Ihren Berufszielen und ein paar Worten über schulische Stärken, Hobbys, und alles, was einen möglichen Arbeitgeber oder Arbeitgeberin noch interessieren könnte.
Fatma Ergin, 51 Jahre
Berufswünsche: Verkäuferin
Ausbildung: keine Ausbildung, aber langjährige Erfahrung im Verkauf
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Weil ich gerne mit Menschen arbeite, freundlich bin und bereits als Verkäuferin gearbeitet habe.
Daran arbeite ich gerade: an einer neuen Orientierung
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: Möchte ich, dass meine Kinder Ausbildung und Studium erfolgreich beenden.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: Menschen helfen, die meine Hilfe benötigen und übersetzten
Kati Wehrstedt, 21 Jahre
Berufswünsche: Verkäuferin
Ausbildung: Verkäuferin
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Ich bin sehr höflich, bin hilfsbereit, mich zeichnet meine Pünktlichkeit aus und ich arbeite gerne mit verschiedenen Kundengruppen.
Daran arbeite ich gerade: Ich arbeite gerade daran eine Arbeit zu finden und besser in einer Gruppe zu arbeiten.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: Ich wünsche mir eine Arbeitsstelle zu finden.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: Mit meinem Sohn spielen und mit ihm auf den Spielplatz gehen.
Jennifer Maria Wittwer, 21 Jahre
Berufswünsche: Tierpflegerin, Gestalterin für visuelles Marketing
Ausbildung: /
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Weil ich tierlieb bin, pünktlich, zuverlässig hilfsbereit und immer bereit für neue Herausforderungen.
Daran arbeite ich gerade: An einem selbstsicheren Auftreten, eine Ausbildung zu finden und an meinen schauspielerischen Fähigkeiten.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: würde ich mir wünschen immer glücklich zu sein.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: ich singe gerne Karaoke, fotografiere, gestalte Bilder am PC, gehe wandern, beschäftige mich mit meinen Tieren und mache Tierfotoshootings.
Jochen Konzack, 54 Jahre
Berufswünsche: Arbeit im Lagerbereich, Hausmeistertätigkeit
Ausbildung: Handelsfachpacker
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Ich habe die nötige Ausbildung, bin zuverlässig und selbstständiges Arbeiten gewohnt. Auch habe ich ein freundliches Wesen und arbeite gerne mit anderen Kollegen zusammen.
Daran arbeite ich gerade: Durch intensive Mitarbeit in der Gruppe an mir zu arbeiten und meine Fähigkeiten zu verbessern, z. B. ruhiger zu werden und auch mal Dinge hinzunehmen, die ich nicht verändern kann.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: würde ich meine jetzigen Familienverhältnisse verändern.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: In meiner Freizeit lese ich gerne, mache Kreuzworträtsel, bewege mich gerne in der Natur oder fahre Fahrrad.
Monja Wendt, 17 Jahre
Berufswünsche: Kauffrau im Einzelhandel
Ausbildung: /
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Da ich gerne mit Menschen arbeite und gerne anderen helfe, eigne ich mich gut für diesen Beruf.
Daran arbeite ich gerade: Ich arbeite daran mehr Selbstvertrauen aufzubauen.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: würde ich veranlassen, dass es meiner Familie gut geht.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: In meiner Freizeit schreibe ich gerne Geschichten. Außerdem zeichne ich sehr gerne. Mit meinen 4 Zwergkaninchen verbringe ich sehr viel Zeit.
Feyza Özbey, 21 Jahre
Berufswünsche: Bürokauffrau, Kosmetikerin
Ausbildung: /
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Ich bin für diese Berufswünsche gut geeignet, weil ich einen guten Ordnungssinn habe, zuverlässig und konzentriert arbeite und auch gerne bereit bin immer etwas Neues dazu zu lernen.
Daran arbeite ich gerade: An meinen Bewerbungsunterlagen und an meinem Führerschein.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: Würde ich mir wünschen beim Landratsamt als Azubi und später als Festangestellte zu arbeiten.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: Lesen, Tanzen, Schminken, Schwimmen
Giovanni – Emanuele Isaia, 18 Jahre
Berufswünsche: Koch, Bäcker, Konditor
Ausbildung: /
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Ich bin für diese Berufe geeignet, weil mir der Umgang mit den Lebensmitteln und das kreative Arbeiten Spaß macht.
Daran arbeite ich gerade: offener gegenüber Neuem zu sein.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich mir wünschen, dass ich wunschlos glücklich bin. Außerdem wünsche ich mir in einem Betrieb den Feinschliff zu bekommen, was das Kochen betrifft.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: Kochen, Fahrrad fahren, Lesen, Backen
Rita Werner, 20 Jahre
Berufswünsche: Altenpflegerin, Hebamme
Ausbildung: /
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Durch mehrere Praktika und meine Schulbildung (Berufsfachschule medizinisch-technische und pflegerische Berufe), habe ich viel Erfahrung in der Kranken- und Gesundheitspflege.
Daran arbeite ich gerade: Zurzeit arbeite ich an meinem Selbstbewusstsein, um selbstständiger arbeiten zu können.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: würde ich mir wünschen Erfolg in meinem Wunschberuf zu haben.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: Zeichnen und Malen, darin war ich schon in der Schule ziemlich gut.
Sascha Muth, 21 Jahre
Berufswünsche: Fachkraft Lagerlogistik, Einzelhandelskaufmann
Ausbildung: /
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: Ich bin sehr engagiert und habe Erfahrungen in beiden Berufen. Ich besitze Mathekenntnisse, weiß, dass ich es durchziehen werde und schaffen kann. Ich bin höflich, ehrlich, offen für Neues und lernfähig.
Daran arbeite ich gerade: Ich arbeite momentan daran mehrere Bewerbungen zu schreiben und zu verschicken, um eine Ausbildungsstelle oder Arbeitstelle (mein 1. Ziel ist Ausbildung) zu bekommen. An mir arbeite ich ruhiger zu werden und lerne gerade eine Fremdsprache (Japanisch), was mir sehr wichtig ist. Außerdem möchte ich meine Englischkenntnisse verbessern.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: Ich würde sehr gerne in japan leben, glücklich sein und eine gute Arbeit und Geld haben.
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: Ich gehe gerne auf Abenteuertour (Nervenkitzel), lerne Japanisch und sammele Infos über Japan.
Dilek Yildirim, 24 Jahre
Berufswünsche: Tagesmutter oder Friseurin
Ausbildung: /
Warum glaube ich, bin ich gut geeignet für diese Berufswünsche: weil ich mich gerne mit Kindern beschäftige und Friseurin mein Traumberuf ist.
Daran arbeite ich gerade: einen Arbeitsplatz zu finden
Wenn ich einen Wunsch frei hätte: ein schönes Leben und einen guten Arbeitsplatz
Hobbies oder womit ich mich gerne beschäftige: lesen, schwimmen, Volleyball spielen
Kultureinrichtung
Kultureinrichtung und Träger ist
die Projektfabrik
Projektfinanzierung
Die Projektfinanzierung erfolgt durch das Kommunales Job-Center des Odenwaldkreises, gefördert aus Mitteln des hessischen Sozialministeriums.


Bildungsträger
sind die Jugendwerkstätten
Odenwald e.V.














































































