07/16 Quartiers-Bühne Messel

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Quartiersbühne Messel in der Presse

Spezielle Jobs für Flüchtlinge für die Zeit bis zum Asylantrag im Landkreis Darmstadt-Dieburg
MESSEL - So ein Tag kann lang sein, wenn man nur wartet. Auch Daban Majeed (23) ging es so: Zwischen dem Blick in den Briefkasten seiner Messeler Flüchtlingsunterkunft und seinem Integrationskurs an einer Darmstädter Schule war viel zu viel Tag übrig. Arbeiten aber dürfen Flüchtlinge vor ihrer Anerkennung nicht. 17.05.2017 echo-online.de
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Figurenbau:

Quartiers–Bühne startet in Messel

Was verbindet KUNST und INTEGRATION?

Die Quartiers-Bühne öffnet einen sozialen Raum für die sprachliche und kulturelle Integration von Zugewanderten und fördert beidseitig die Anerkennungskultur und Toleranz gegenüber dem Fremden bzw. Neuen. Im Rahmen kontinuierlicher künstlerischer Arbeit begeben sich die Akteure auf einen gemeinsamen Weg - mit dem Bezugspunkt der Kunst.

Das gemeinsame künstlerische Gestalten bietet vielfältige Anlässe zum Dialog, nicht formal und abstrakt, sondern lebendig und lebensnah unter Einsatz der ganzen Persönlichkeit. Fester Bestandteil der Quartiers-Bühne als Sozial-Kunst-Zentrum wird das "Quartiers - Ensemble" sein, das unter professioneller Anleitung künstlerische Produktionen (Theaterstück, Musiktheater) erarbeitet, die öffentlichkeitswirksam aufgeführt werden, z.B. im Rahmen von städtischen Festivitäten oder in Einrichtungen des Sozialen (Altenheime, Flüchtlingsunterkünfte usw). Weitere Angebote werden im Bereich der bildenden Kunst und der Musik vorgehalten, unter Einbeziehung lokaler Akteure der Kulturszene. Darüber hinaus wird es umfassende Netzwerkaktivitäten geben, um alle vorhandenen Initiativen im Bereich Integration zu bündeln.

Mit dem Projekt möchten wir der Herausforderung ein Stück näher kommen, geflüchtete Menschen als Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Kommune aufzunehmen. Gemeinsam können diese Menschen ihr "Quartier" gestalten und zusammenwachsen. Wir möchten der Entwicklung einer Parallelgesellschaft und dem Aufkeimen bzw. der Verbreitung von Fremdenfeindlichkeit und Ressentiments entgegenwirken. Dies kann gelingen, wenn Anlässe für echte Begegnung, Auseinandersetzung und Gestaltung des Lebensraums geschaffen werden.

Was verbindet KUNST und INTEGRATION?
Die künstlerische Arbeit stärkt die Persönlichkeit jedes Einzelnen, er erlebt sich als aktiver Gestalter des Prozesses und gewinnt dadurch Vertrauen in seine individuelle Lebensgestaltungskompetenz. Genau darum geht es auch beim Thema Integration: wir müssen Gestalter werden, nicht nur auf der Bühne, sondern im gesellschaftlichen Leben - Passivität lässt uns die schwierige Lage nicht meistern! Das gemeinsame Erarbeiten und Üben und die damit verbundene sprachliche und körperliche Auseinandersetzung mit dem anderen Menschen fördert den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen. Nirgendwo anders lernt man den anderen Menschen und seine Persönlichkeit besser kennen, als im gemeinsamen Tun. Durch die Aufführung des Erarbeiteten im öffentlichen Raum hat die Quartiers-Bühne auch einen gemeinnützigen Zweck, sie leistet einen Beitrag zum kulturellen Programm der Stadt. Gleichwohl werden die Stärken und Kräfte der Mitwirkenden für die Gemeinschaft sichtbar.

"Die wichtigste Aufgabe der Kunst ist es, der Gesellschaft zu dienen. Künstler schaffen Verbindungen zwischen der Gesellschaft und der Zukunft." (Marina Abramovic)

Das Team vor Ort

Projektdurchführung: Oliver Noweck, Sozialkünstler, noweck@projektfabrik.org

Dozenten: wechselnde lokale, bildende Künstler und Musiker

Projektleitung: Dorit Remmert, remmert@projektfabrik.org

Projektfinanzierung

Das Integrationsprojekt wird finanziert mit Mitteln des Bundesministerium des Innern.

www.bmi.bund.de

Kooperationspartner

Die "Quartiers - Bühne Messel" wird durchgeführt in Kooperation mit dem SocialArts e.V.

www.socialarts.eu